Aus dem Englischen von Stefanie Jacobs. Max und Kate sind Freunde. NUR Freunde. Die Nähe, die sie teilen, ist unwahrscheinlich - Max ist aus gutem Hause und beliebt, Kate viel lieber für sich - aber intensiv. Max nimmt Kate häufig mit zu seiner Familie, auf ihre Anwesen und Feste. Besonders Zara, Max' Mutter, hat es Kate angetan. Zara ist Regisseurin, und das möchte Kate auch werden. Dann passiert etwas furchtbares Auf einer Sommerparty der Familie wird Kate von Lewis, Max' Cousin, vergewaltigt. Monate vergehen, bis sie sich mitteilen kann. Eine der ersten, die sie ins Vertrauen zieht, ist Zara. Den Namen des Vergewaltigers nennt sie nicht. Doch dann tut Zara etwas Ungeheuerliches.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.09.2020
Rezensentin Nora Noll annonciert einen "Post-Me-Too-Roman" mit diesem Debüt der britischen Autorin Rosie Price. Sie begleitet hier das Leben von Kate, das nach einer Vergewaltigung in zwei Hälften zerfällt: Während sich der erste Teil des Romans ein wenig hinzieht, wird der Roman nach der Vergewaltigung der jungen Frau "mitreißend", versichert die Kritikerin, die ganz toll findet, wie ungeschönt und doch einfühlend Price vom Weiterleben erzählt. Dass die Autorin der jungen Frau eine ältere Freundin zur Seite stellt, die Kates Erfahrung teilt, die eigene Vergewaltigung allerdings verschwieg, um nicht als Opfer betrachtet zu werden, findet die Rezensentin klug. Vielleicht nimmt dieses Buch der Debatte um eine "richtige feministische Reaktion auf sexualisierte Gewalt" den Dogmatismus, hofft sie.
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