Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.07.2006
Sehr berührt haben Rezensent Matthias Stickler diese Zeitzeugenberichte von Deutschen, die während oder nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zur Zwangsarbeit meist nach Sibirien deportiert wurden. Großen Raum nimmt dabei insbesondere die Behandlung der Russlanddeutschen ein. Die Brutalität, der diese Menschen dort ausgesetzt waren, ist für Stickler unbeschreiblich. Er attestiert den Aufzeichnungen einen "bleibenden Wert", besonders für die breitere historisch interessierte Öffentlichkeit. Allerdings äußert er sich über den Quellenwert der Texte zurückhaltend, zumal ein Verzeichnis mit Angaben über die Zeitzeugen fehlt. Außerdem vermisst er Kartenmaterial, nähere Erläuterungen und Literaturhinweise. Sein Urteil fällt dennoch positiv aus. "Wer das Buch liest", glaubt er, "wird die russlanddeutschen Mitbürger in unserem Land mit anderen Augen sehen".
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