Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.07.2006
Sehr berührt haben Rezensent Matthias Stickler diese Zeitzeugenberichte von Deutschen, die während oder nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zur Zwangsarbeit meist nach Sibirien deportiert wurden. Großen Raum nimmt dabei insbesondere die Behandlung der Russlanddeutschen ein. Die Brutalität, der diese Menschen dort ausgesetzt waren, ist für Stickler unbeschreiblich. Er attestiert den Aufzeichnungen einen "bleibenden Wert", besonders für die breitere historisch interessierte Öffentlichkeit. Allerdings äußert er sich über den Quellenwert der Texte zurückhaltend, zumal ein Verzeichnis mit Angaben über die Zeitzeugen fehlt. Außerdem vermisst er Kartenmaterial, nähere Erläuterungen und Literaturhinweise. Sein Urteil fällt dennoch positiv aus. "Wer das Buch liest", glaubt er, "wird die russlanddeutschen Mitbürger in unserem Land mit anderen Augen sehen".
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…