Rudolf Rach

Alles war möglich

'39 bis '86
Cover: Alles war möglich
Verlag der Buchhandlung Klaus Bittner, Köln 2019
ISBN 9783926397447
Gebunden, 294 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Mit Abbildungen. Durch Krieg und Wiederaufbau, durch den Muff der Universitätsjahre bis zum Rausschmiss, durch aufregende Theaterzeiten mit faszinierenden Begegnungen. Als Rudolf Rach als Leiter des Theaterverlags bei Suhrkamp anfing, hatte sein Vorgänger gerade den Verlag der Autoren gegründet. Ein kollektives Modell, das den von den Eigentümern geführten Suhrkamp Verlag herausfordern sollte. In einer Zeit, in der der westdeutsche Kapitalismus sich gegen den ostdeutschen Sozialismus wehrte, in der die Terroristen der RAF den westdeutschen Staat attackierten. Hier erzählt jemand eine deutsche Geschichte, eine Abenteuer- und Liebesgeschichte. Eine halbe Lebensreise, nachgezeichnet in Begegnungen mit Autoren wie Max Frisch oder Thomas Bernhard, Rainer Werner Fassbinder oder Pina Bausch, deren Choreographien den Tanz im letzten Viertel des zwanzigsten Jahrhunderts revolutioniert haben. Zeitgeschichte aus ästhetischem Blickwinkel wird in diesem ersten Band erzählt.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 07.02.2020

Rezensent Guido Graf hat die Lebenserinnerungen des einstigen Leiters des Suhrkamp Theaterverlags mit sanfter Enttäuschung gelesen. Den Anekdoten folgt er gern, vor allem, wenn ihm Rach vom Aufwachsen im Köln der Nachkriegszeit, der Heimkehr des Vaters oder dem Verhältnis zur Mutter erzählt. Auch von den Begegnungen mit Rainer Werner Fassbinder, Franz Xaver Kroetz, Samuel Beckett, Pina Bausch und vielen anderen liest der Kritiker mit Interesse. Gern hätte Graf aber mehr über die "Komplexität des Theaters" erfahren, auch weiterführende Reflexionen vermisst er. Für Folgebände wünscht er sich in stilistischer Hinsicht zudem ein "genaueres" Lektorat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.01.2020

Rezensent Simon Strauß scheint sich gut zu unterhalten mit den Lebenserinnerungen des Leiters des Suhrkamp Theaterverlags. Besonders interessant scheinen ihm Rudolf Rachs Schilderungen von Begegnungen mit Thomas Bernhard und Franz Xaver Kroetz, Samuel Beckett und Pina Bausch. Selbstironisch, mitunter euphorisch weitet der Autor seine Memoiren zu einem intellektuellen Panorama vergangener Theaterzeiten, meint Strauß. Auf eine Fortsetzung, die Rachs Zeit als Verleger in Paris behandelt, freut sich der Rezensent jetzt schon.
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