Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.12.2007
Seine Aufgabe, so der Rezensent, erfüllt der Autor mit "vorbildlicher Klarheit". Dankbar durchforstet Joseph Hanimann Rudolf von Bitters Rezeptionsstudie zu Louis-Ferdinand Celines Roman "Reise ans Ende der Nacht". Mit dem Resultat, dass er Celine zwar kaum als weniger "sperrig" empfindet, doch Aufschlussreiches zu Übersetzungen des Textes sowie zur "Celine-Einschätzung" vor und nach '45 (Bitter ziehe hier eine "klare Trennlinie") erfährt. Obgleich Hanimann Bedenken äußert angesichts von Aussagen des Autors zu den nationalsozialistischen und antisemitischen Aspekten der Celine-Rezeption, hält er die quellengestützte Offenlegung der deutschsprachigen "Rezeptionsspuren" doch für "annähernd erschöpfend". Daran können auch die "wissenschaftlich jargonierenden Marotten" der Arbeit und das Fehlen einer Darstellung der Wirkungsgeschichte innerhalb der deutschen Gegenwartslitertaur nichts ändern. Schließlich, so Hanimann, ergäbe das "ein anderes Buch".
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…