Rupert Neudeck leistet mit seinen "Grünhelmen" seit Sommer 2012 im Norden Syriens humanitäre Hilfe. Seit dieser Zeit hat er ein Tagebuch geführt, das ins Innere des syrischen Bürgerkriegs führt. Im Norden Syriens liegt die Hochburg der Rebellen. Entsprechend sind die Städte und Dörfer der Region permanent den Angriffen von Assads Luftwaffe ausgesetzt. Die Infrastruktur ist bereits stark zerstört. Die "Grünhelme" bemühen sich, in der Gegend um die Stadt Azaz wenigstens Krankenhäuser und Schulen funktionsfähig zu halten. In seinem Tagebuch hat Rupert Neudeck seine Erlebnisse und Beobachtungen festgehalten und zeigt, wie ein Bürgerkrieg die Gesellschaft und ihre Menschen verändert. Das Buch führt aber auch nach Deutschland, schildert Neudecks Versuche, weitere humanitäre Hilfe für das Land zu ermöglichen, und führt immer wieder in die Vergangenheit des Landes und der Region ohne die sich die aktuellen Ereignisse nicht verstehen lassen.
Rupert Neudeck hat sich nach jahrelanger Arbeit für Flüchtlinge auch der Hilfe der Flüchtlinge in und aus Syrien verschrieben, berichtet Michael Thumann. In seinem Buch "Es gibt ein Leben nach Assad" beschreibt er seine Erlebnisse und erklärt, welche Folgen die Nichteinmischung der Weltgemeinschaft hatte und mit welcher Ohnmacht er und seine Mitarbeiter verfolgen mussten, wie die Freie Syrische Armee in den letzten Jahren zunehmend von Dschihadisten aus den befreiten Gebieten vertrieben wurde, fasst Thumann zusammen. Syrien sei inzwischen zum "Mekka des internationalen Dschihad-Tourismus" geworden, erfährt der Rezensent von Neudeck.
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