Aus dem Japanischen von Luise Steggewentz. Japan im Jahr 1576. Oda Nobunaga, der stärkste Feldherr seiner Zeit, strebt danach, ganz Japan unter seine Kontrolle zu bringen. Doch eine Region wagt er nicht anzurühren: Iga, das Land der Ninja. Als der Oda-Clan schließlich doch mit einem übermächtigen Heer aus 8.000 Soldaten angreift, kann Iga nur 1.500 Mann dagegenstellen. Die Lage scheint aussichtslos, doch Iga hat eine Geheimwaffe - den stärksten Ninja aller Zeiten, Mumon. Ninja (Shinobi) sind in Japan und darüber hinaus als meisterhafte Kämpfer bekannt, die besondere Waffen, Techniken und Fähigkeiten einsetzten, um Attentate zu verüben und geheime Operationen durchzuführen, oft allein oder in kleinen Gruppen. 'Land der Ninja' rückt das durch Filme, Fernsehserien und Comics geprägte Bild der Ninja in ein neues Licht. Dieser Roman basiert auf wahren Begebenheiten und beschreibt den 'Tenshō-Iga-Krieg', in dessen Verlauf Nobunagas zweiter Sohn ohne die Erlaubnis seines Vaters in das Land der Ninja eindrang. Es kam zu einer gewaltigen Schlacht zwischen einer Gruppe Ninja und einer Armee von Samurai.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.12.2025
Rezensent Steffen Gnam lässt sich von diesem Buch mit Freuden in die Welt der Samurais und Ninjas entführen. Wobei in Ryō Wadas Roman für einmal nicht die edlen Samurai, sondern die hinterlistigen Ninja die Hauptrolle spielen. Der historische Schauplatz, berichtet Gnam, ist der Erste Tenshō-Iga-Krieg im späten 16. Jahrhundert, als Japan die Ära der streitenden Reiche durchlebte, konkret geht es um den Kampf der Iga-Provinz gegen die Ise-Provinz, auf Seiten ersterer kämpfen Ninja, letztere wird von Samurai-Truppen repräsentiert. Wada spielt geschickt mit gängigen Ninja-Klischees, erläutert Gnam, und mischt historische mit fiktiven Figuren, um die Hauptfigur Mumon, einen genialen Ninja, entspinnt sich außerdem eine Liebesgeschichte - die edlen Gefühle zu einer Frau drohen seinen Ninja-Zynismus auszustechen. Gnam erfreut sich an den diversen Irrungen und Wirrungen des Plots, der neben Kämpfen mit wechselnden Frontlinien auch Platz für Komik und Western-Paraphrasen lässt - und sogar für einen lebensnah gezeichneten Vater-Sohn-Konflikt. Eine klare Empfehlung!
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