Mit 200 Abbildungen. Von Sanssouci nach Neuschwanstein, vom Säulengebirge des Kölner Doms zum erhebenden Anblick der Burgen am Rhein, vom Trubel des großstädtischen Berlins in beschauliche Fachwerkstädtchen, in denen der Geist der Romantik weht - dieses Buch zeigt, wie Reisende im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts Deutschland erlebten. Der Baedeker wies den Weg: Anfang des 20. Jahrhunderts gab es kaum ein Land, auf dem sich bedeutende Kulturdenkmäler, pittoreske Stadtbilder, historische Bauten und spektakuläre Landschaften derart drängten wie in Deutschland. Vom mondänen Glanz Baden-Badens war es nur ein Sprung in den wildromantischen Schwarzwald, von der barocken Pracht des noch unzerstörten Dresden nur eine kurze Fahrt zu den dramatischen Schluchten der Sächsischen Schweiz. Auf der Wartburg oder vor der Porta Nigra konnte man den Atem der Geschichte spüren, in der Wuppertaler Schwebebahn oder der luxuriösen Kabine des Zeppelins die technischen Sensationen der Moderne bestaunen. Und immer verband sich der Kulturgenuss mit den Annehmlichkeiten des Reisens auf der Höhe der Zeit. Hunderte von Schwarz/Weiß- und Farbfotos, Faksimiles von Werbeprospekten, Fahrplänen und Speisekarten zeichnen ein Bild einer Reisekultur, die es heute kaum mehr gibt. Eine Fülle überraschender Texte von Goethe und Eichendorff bis Max Frisch, von Victor Hugo bis Simone de Beauvoir, von Iwan Turgenjew bis James F. Cooper rundet das Bild ab.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.09.2004
Der Blick auf Deutschland von außen hat etwas Erfrischendes, stellt Rezensent G.K. erfreut fest, relativiere er doch die Heerscharen der ins Ausland reisenden Deutschen, die dort stur und verbissen Kulturdenkmäler abklapperten. In Vergessenheit geraten sei nämlich, so G.K., dass im 19. und frühen 20. Jahrhundert Deutschland mit seinen Mittelgebirgen, großen Flüssen und romantischen Landschaften eine der wichtigsten Touristenattraktionen in Europa gewesen sei, und auch deutsche Städte galten - vor dem Zweiten Weltkrieg - als interessant und besuchenswert. Insofern sei es kein Zufall, dass der vorliegende Band über "Legendäre Reisen in Deutschland" in Frankreich zusammengestellt worden sei: mit historischen Fotografien, reproduzierten Postkarten, Speisezetteln und Kofferaufklebern, die von heutigen Aufnahmen kontrastiert würden und, so G.K., "das Weiterleben alter Mythen" bezeugen. Den schönsten Text dieses Bandes habe übrigens Theophile Gautier beigesteuert, und auch sonst seien vielen der dort zitierten Reisende Franzosen, was sich mit dem Verweis auf die französischen Herausgeber erklären lässt.
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