Der Garten, in dem diese Geschichte spielt, ist groß und wild. Es ist ein sehr alter Garten. Riesige Bäume und seltsame Blumen wachsen hier; es gibt winzige Käfer und große Spinnen, wilde Katzen und freche Vögel. In der Mitte des Gartens steht ein altes, kleines Haus. In diesem Haus lebt Lille mit ihrer Oma. Und dann, eines Morgens, liegt da ein riesiger Wal. Ausgerechnet auf Lilles Fahrrad! Und schlechte Laune hat er auch noch.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.08.2021
Rezensentin Ulrike Schultheis hat viel Freude beim Lesen und Betrachten von Sabine Rufeners erstem Bilderbuch "Der Wal im Garten". Rufener lässt hier Text und Bild in einen wunderbaren Dialog treten. Während der Text recht nüchtern und knapp die Geschichte vom gestrandeten Wal im Garten von Lilles Oma erzählt, schaffen die meist in gedeckten Farben gehaltenen Illustrationen eine dunkel-erdige, teilweise leicht surreale Atmosphäre, beschreibt Schultheis. An einigen Stellen wird es sogar richtig düster, stellt die Rezensentin fest, wobei Rufener stets darauf achtet, diese Finsternis wieder auszugleichen durch einen hellen, lakonischen Ton "und die unerschrockene Schlagfertigkeit" der jungen Protagonistin.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.02.2021
Rezensent Andreas Platthaus ist regelrecht entzückt von Sabine Rufeners Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft. Auf welchen Wegen der gigantische Wal im Garten der Familie gelandet ist, wie es sein kann, dass er kontinuierlich schrumpft, ob es plausibel ist, dass ein junges Mädchen den langen Weg zum Meer allein zurücklegt, um ihren Wal-Freund freizulassen - solche Fragen stellen sich selbst dem erwachsenen Leser nicht, der in dieser fantasievollen, schlicht erzählten Geschichte wieder zum gutgläubigen Kind wird. Besonders angetan und auch überrascht ist der Rezensent von der einfallsreichen Gestaltung des Bilderbuches durch Franziska Walther. Gemeinsam erzeugen Walther und Rufener mit gut gewählten Worten und wunderbaren Bildern "ein Maximum an Stimmung und Gefühl".
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 03.02.2021
Rezensentin Sylvia Schwab empfiehlt Sabine Rufeners Bilderbuch als außergewöhnliches, surreales Abenteuer. Die Geschichte von einem Mädchen, das eines Tages einen mürrischen Wal im Garten entdeckt, sich über ihn ärgert, sich mit ihm anfreundet und ihn schließlich ziehen lassen muss, scheint Schwab allerdings im Kern eine Erfahrung zu behandeln, die jeder kennt. Ein sparsamer Text und ausdrucksstarke, mit verschiedenen Techniken geschaffene Bilder vermitteln diese Erfahrung laut Schwab auf großartige Weise.
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