Aus dem Französischen von Michael von Killisch-Horn.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.07.2003
Die Wut hat "diesen Roman gezeugt", glaubt Stefan Weidner und empfiehlt das Buch jedem, der "über das richtige literarische Rüstzeug verfügt". Allen anderen Lesern rät er jedoch von der Lektüre des "eruptiven Werks" eher ab, da sie sich in seinem "Labyrinth verlaufen" könnten. Die Odyssee zweier Studenten durch das im Chaos versinkende Algerien der neunziger Jahre wird durch ein literarisches Gerüst zusammengehalten, das an James Joyce' "Ulysses" erinnert, wie der Rezensent findet. Wie dort mischen sich "Literatur, Geschichte, Mythos und Religion", schwärmt er, und die "Metaphern oszillieren zwischen Poesie und Wahn". So dicht ist diese Sprache, urteilt Weidner, dass das Buch wohl lange nicht übersetzt worden wäre, hätte Bachi auf Arabisch geschrieben. Die Übersetzung aus dem Französischen gefällt ihm jedoch ganz ausgezeichnet. Mit seinem ersten Roman hat Salim Bachi zumindest bei Weidner große Hoffnungen geweckt.
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