Herausgegeben von Hartmut Geerken, Detlef Thiel und Sigrid Hauff. Die auf acht Bände angelegte Ausgabe sammelt alle überlieferten Korrespondenzstücke von und an Friedlaender/Mynona, mit Anmerkungen und Abbildungen. Beginnend mit dem Brief des Siebenjährigen an den Osterhasen enthält dieser erste Band naturgemäß viele Anfänge langjähriger Freundschaften: mit Verwandten (Friedlaenders Verlobte, dann Ehefrau; seine Schwester Anna und ihr Mann Salomon Samuel), mit Philosophen (Ernst Marcus, Martin Buber, Georg Lukács, Georg Simmel, Elisabeth Förster-Nietzsche), mit Literaten (Herwarth Walden und Else Lasker-Schüler, Rudolf Pannwitz und der Charon-Kreis; Samuel und Ida Lublinski, Paul Scheerbart), mit Künstlern (Arthur Segal, Alfred Kubin, die Dadaisten Raoul Hausmann und Karl Döhmann), mit Verlegern und Redakteuren und vielen anderen. Vorangestellt ist eine umfangreiche Einleitung des Nachlassverwalters in die Gesamtausgabe.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2018
Roland Reuss bedauert es, dass Salomo Friedländer nahezu vergessen ist. Umso mehr begrüßt er den ersten von Hartmut Geerken, Detlef Thiel und Sigrid Hauff herausgegebenen Band mit Briefen des Philosophen und Schriftstellers an seine Braut, Freunde und philosophischen Gesprächspartner wie Alfred Kubin, Hermann Bahr oder Arthur Segal. Wie der Sprachstil je nach Adressat von persönlich und sprachwitzig bis philosophisch-essayistisch variiert, so anregend sind die Briefe laut Rezensent auch über das historische und geistesgeschichtliche Interesse hinaus. Die Edition mit unterhaltsamer Einleitung und gediegener Ausstattung scheint Reuss philologisch vorbildlich. Eine höchst willkommene Einladung zum Kennenlernen dieses seinerzeit einflussreichen, von Walter Benjamin wie Georg Simmel geschätzten Denkers, findet Reuss.
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