Aus dem Arabischen von Larissa Bender. "Ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen sehe" - mit diesem Vorsatz nimmt die Journalistin Samar Yazbek an der Revolution gegen das Regime al-Assads in Syrien teil. Sie geht auf die Straße, befragt Demonstranten, aus der Haft entlassene Dissidenten, aber auch Polizisten. Bald wird sie selbst in die Ereignisse hineingezogen und mehrmals verhaftet und misshandelt. Mit einem Vorwort von Rafik Schami.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 23.04.2012
Aus Protest gegen das Assad-Regime finden heute weltweit Lesungen dieses Buchs statt. Astrid Kaminski bewundert Samar Yazbeks mutige Entscheidung, als Mitglied der syrischen Elite den Bruch mit dem Regime zu wagen und sich offen am Widerstand zu beteiligen. Den Druck, der infolgedessen auf sie ausgeübt wurde, und die Gräuel, die sie zu Gesicht bekam, beschreibt Yazbek in ihrer Tagebuchchronik "Schrei nach Freiheit", die von den Monaten vor ihrer Flucht im Sommer 2011 erzählt. Die Rezensentin ist von der Lektüre gleichermaßen beeindruckt und entmutigt: Nicht nur wegen der geschilderten Gewalt, sondern auch, "weil es die existenziellen Fragen stellt, zu denen wir keine Antwort haben", sei das Buch "schwer zu bewältigen".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.03.2012
Respekt für den Mut dieser Autorin fordert Joseph Croitoru. Das Tagebuch der inzwischen im Exil lebenden syrischen Schriftstellerin Samar Yazbek verdient laut Rezensent Beachtung, weil die Autorin aus alawitischer Perspektive von den Gräueln des Assad-Regimes berichtet. Obgleich größtenteils bekannt, manchmal naiv betrachtet und mitunter sogar von einem Rest Regimegläubigkeit durchzogen, erschüttern ihn Yazbeks Aufzeichnungen sehr. Mit Schrecken erfährt Croitoru, wie systematisch und flächendeckend Assads Geheimdienste arbeiten, dass sie mafiöse Strukturen aufweisen und Methoden wie Folter und Sippenhaft praktizieren.
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