Aus dem Amerikanischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Richter George Mason steht mit dem Rücken zur Wand. Vor die Kammer seines Berufungsgerichts kommt der komplizierte Fall einer Vergewaltigung. Und ruft in Mason Erinnerungen an einen dunklen Fleck in seiner Vergangenheit wach. Zudem bedroht ihn ein anonymer E-Mail-Schreiber mit dem Tod, wird immer aggressiver, und seine Frau erkrankt an einer tückischen Krebsart. Der Moment der Entscheidung im Vergewaltigungsfall rückt unaufhaltsam näher. Weglaufen kann Mason nicht. Und eine zweite Chance bekommt man nicht geschenkt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.08.2008
Nicht erwärmen kann sich Rainer Moritz für Scott Turows Roman um einen befangenen Richter. Auch wer zu den Freunden der "gut konstruierten" Justizthriller des Autors gehört, wird seines Erachtens von "Befangen" eher enttäuscht sein. Zwar sieht Moritz durchaus Potential im Blick auf die Themen, die Turow hier behandelt. Aber zu seinem Bedauern vertut er seine Chance. Die Geschichte wirkt auf ihn "lieblos gebaut", die Figuren findet er "holzschnittartig" und die psychologischen Hintergründe ziemlich dürftig.
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