Übersetzt von Hans Meisel. Mit einem Nachwort von Jan Brandt. Sinclair Lewis' Roman aus dem Jahr 1935 führt einen Antihelden vor, der mit seinen Hetzreden die Begeisterung unzufriedener Wähler entfacht. Durch seine Lügen und eine Rhetorik des Populismus und der Ressentiments wird er Präsident der Vereinigten Staaten. Der Guardian sah in dem Roman "eine unheimliche Vorwegnahme der aktuellen Ereignisse." Historischer Hintergrund: Sinclair Lewis wusste durch seine Frau Dorothy Thompson, Auslandskorrespondentin in Berlin, über den Aufstieg der Nazis Bescheid. In den USA beobachtete er, wie die Populisten nach Wirtschaftskrise und Sozialreformen des New Deal immer weiter an Einfluss gewannen. Der radikale Senator Huey Long versuchte Präsident Roosevelt aus dem Amt zu drängen, bevor Long 1935 einem Attentat zum Opfer fiel. Lewis diente er als Vorbild für den fanatischen Verführer Buzz Windrip in seinem Roman.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.05.2017
Willi Winkler konstatiert die Aktualität von Sinclair Lewis' "Horror"-Roman, den der Autor 1935 als Wahlkampfhilfe für Franklin Roosevelt geschrieben hatte, wie Winkler weiß. Auch wenn Winkler Lewis für keinen besonders guten Schriftsteller hält, ein gutes Gespür für Ungerechtigkeit und Verlogenheit muss er ihm zugestehen. Und dass der Autor mit diesem antifaschistischen und, ja, leider visionären Text womöglich verhindert hat, dass der Faschismus in den USA heimisch wurde, muss man doch anerkennen, findet er, auch wenn es schmerzt zu erkennen, dass der Gauner im Buch jetzt im Weißen Haus hockt.
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