Herausgegeben von Charlotte J. Fiell und Peter M. Fiell. Mit zahlreichen meist farbigen Abbildungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.03.2003
Daniel Kothenschulte gesteht diesem Buch eine große Relevanz zu, denn "der Einfluss skandinavischen Design auf den internationalen Zeitgeschmack ist seit den großen Tagen Verner Pantons in den späten Sechzigern nicht zu überschätzen". Das Buch gewährt einen umfassenden Überblick über die Entwicklungsgeschichte skandinavischen Designs - richtig interessant findet Kothenschulte aber vor allem die Teile des Buches, die sich mit der Zeit der klassischen Moderne beschäftigen, als sich dänisches und schwedisches Design noch nicht aller Ortens durchgesetzt hatte. Was später dann kam, findet der Rezensent zwar wichtig, weil einflussreich, dafür aber nicht so aufregend. Die wesentlichen Elemente "dieser Designschule sind so konsensfähig, dass es schon fast langweilig ist".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.02.2003
Der Rezensent mit dem Kürzel "tost" entdeckt in diesem Buch spannende Hintergründe zur Entwicklung des skandinavischen Design im Einrichtungsbereich. Ursprünglich war das skandinavische Möbeldesign eine abgespeckte, ärmere Adaption des französischen Klassizismus, das erst mehr als 100 Jahre später, im Zuge der Moderne mit ihren "bekannten Idealen von Natürlichkeit, Reinheit und Zweckmäßigkeit" zu größerer Geltung kam, erzählt der Rezensent. Auch die Einblicke in die Arbeitsteilung zwischen den skandinavischen Ländern, von der Idee (die meist aus Dänemark oder Finnland kommt) bis hin zur billigen Umsetzung am Fließband (die von Schweden aus organisiert wird), findet er aufschlussreich.
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