Dönekes zum Fluchtachterl *
Wie heißen die Stellen in einem Bach, die tief genug sind zum Baden? Gibt es ein Wort für die Leute, die immer und überall auftauchen, häufig uneingeladen, weil sie "auch dabei" sein wollen? Für Touristen, die so langsam fahren, dass sie jedes Blümchen am Straßenrand betrachten können?
Gumpen, Adabei und Blomenkieker sind nur drei Beispiele für treffende Dialektausdrücke aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die es nicht auf Hochdeutsch gibt. Sie füllen beklagenswerte Lücken in der deutschen Sprache - sind überraschend oder boshaft, charmant oder nützlich. Die fünfzig Wortentdeckungen in diesem Buch können unser normiertes Alltagsdeutsch vielfältiger, bunter und lustiger machen. Nikolaus Heidelbach greift in seinen Aquarellen skurrile Aspekte der Wörter auf und verleiht ihnen dadurch eine besondere Tiefe.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.08.2019
Rezensent Tilmann Spreckelsen lernt so schöne Worte wie "Geheischnis", "schnäderfrässig" oder "Miendientje" kennen in diesem Buch der Übersetzerin Sofia Blind und des Illustrators Nikolaus Heidelbach. Worte, die in bestimmten Regionen gängig sind, aber keine hochdeutsche Entsprechung haben. Während Blind die Regionalismen so sorgfältig beschreibe, dass der Kritiker gar nicht aufhören kann zu blättern und zu lesen, bewundert er vor allem die Zeichnungen von Nikolaus Heidelbach, dem es gelinge, die Begriffe verständlich und eingängig in Bilder zu bannen.
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