Wer ist Putin wirklich? Er inszeniert sich als Angler mit gestähltem Oberkörper, als Taucher, Pilot, Macho und Frauenheld, doch obwohl es mittlerweile Dutzende Bücher und Tausende Artikel über den Staatschef Wladimir Putin gibt, bleibt die Person hinter dem Amt seltsam unklar. Ist er tatsächlich der russische "Übervater"? Der Staatserneuerer, der das Tor zu einer leuchtenden Zukunft aufgestoßen hat? Oder doch eher der "Kremltyrann", der im Begriff ist, die junge russische Demokratie zu zerstören? Stanislaw Belkowski, Insider des Moskauer Politbetriebes, widerlegt in seinem Buch die hartnäckigsten Mythen über Wladimir Putin und beleuchtet dessen persönliche Motive für sein politisches Handeln. Er beschreibt, dass Putin weder KGB-Spion war, wie berichtet wird, noch der Frauenschwarm ist, als der er von seinen Anhängern hingestellt wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.01.2014
Dieses Buch muss man laut Kerstin Holm zu lesen wissen. Durch Aufmachung und die von Holm kritisierte Übersetzung erscheine es zunächst etwas trashig. Auch was sie über den Autor schreibt, klingt ein wenig nebulös: Er sei einer jener "Kunsthandwerker", die dem nicht wirklich informierten und schon gar nicht demokratisch souveränen Publikum in Russland Deutungsbrocken zuwerfen, die zumindest suggerierten, dass man die komplizierten Machtverhältnisse durchschauen könne. Trotzdem ist das Buch für Holm ein "hellsichtiges politisches Neurogramm", aus dem man einiges über Putin erfahre: zum Beispiel dass er bei aller Macho-Attitüde verletzlich sei, dass er in Wirklichkeit Frauen nicht lieben könne, sondern "kryptoschwul" sei und in Wirklichkeit nur mit Männern und Wildtieren gut auskomme.
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