Stefan Dietl

Die AfD und die soziale Frage

Zwischen Marktradikalismus und 'völkischem Antikapitalismus'
Cover: Die AfD und die soziale Frage
Unrast Verlag, Münster 2017
ISBN 9783897712386
Kartoniert, 168 Seiten, 14,00 EUR

Klappentext

Die besorgniserregenden Wahlerfolge und die zunehmende Verankerung der AfD in der deutschen Parteienlandschaft führen unter ihren Gegner*innen zu kontroversen Debatten darüber, wie der Rechtspartei zu begegnen sei. Während einige darauf setzen, die AfD als unsozial zu brandmarken und über ihre neoliberale Programmatik aufzuklären, verweisen andere auf die teils antikapitalistische Rhetorik führender Parteifunktionäre und warnen vor der gefährlichen Kombination aus rassistischer Hetze und sozialer Demagogie. Um zu klären, welche Rolle die soziale Frage in der AfD tatsächlich spielt, untersucht Stefan Dietl die sozialpolitische Ausrichtung der Partei anhand ihres im Mai 2016 verabschiedeten Grundsatzprogramms und der vorhergehenden Debatten zwischen den verschiedenen Flügeln der Partei. Dabei zeigen sich sowohl die marktradikalen Positionen der AfD als auch ihre im "völkischen Antikapitalismus" verwurzelten Inhalte.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 16.09.2017

Annette Jensen folgt Stefan Dietl in seiner Standpauke an die Gewerkschaften. Wenn der Autor, selbst bei Ver.di aktiv, die Sympathie vieler Gewerkschafter mit der AfD untersucht und auf die Gewerkschaftspolitik der letzten Jahre zurückführt, erkennt Jensen, wie nah sozialpartnerschaftliche Ideen zu Beschäftigten und Arbeitgebern und gegen Auslandskonkurrenz den Idealen der AfD kommen. Deren Entstehung rekapituliere der Autor, meint Jensen, empfiehlt aber vor allem das letzte Drittel des Buches, in dem es spannend und provokativ zugehe und der Autor seine Forderungen an gewerkschaftliches Handeln formuliere.

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