Stefan Koldehoff, Tobias Timm

Kunst und Verbrechen

Cover: Kunst und Verbrechen
Galiani Verlag Berlin, Berlin 2020
ISBN 9783869711768
Gebunden, 320 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Fälschungen, Geldwäsche, Steuerbetrug, Plünderung antiker historischer Stätten. Die Liste der Verbrechen, die in Zusammenhang mit Kunst begangen werden, ist lang. Mit dem enormen Anstieg der Preise und der Globalisierung des Kunstmarktes hat die Kriminalität jedoch eine neue Qualität erreicht - so ist etwa Artnapping, bei dem ein Kunstwerk als Geisel genommen und erst gegen Lösegeld wieder zurückgegeben wird, heute keine Seltenheit mehr. Die Kunstexperten Stefan Koldehoff und Tobias Timm nehmen vom Kleinganoven bis zum schwerreichen Meisterfälscher all jene in den Fokus, die sich illegalerweise an Kunst bereichern wollen. Und denen es selbst, wenn sie geschnappt werden, gelegentlich gelingt, sich als genial-charmante Trickser zu inszenieren. Wie hoch der materielle und immaterielle Schaden ist, den sie in den Duty-Free-Zonen und Dark Rooms des globalen Kunstbetriebs anrichten, kommt nur selten ans Tageslicht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.04.2020

Rezensentin Katharina Rudolph lobt den Aufruf zu mehr Transparenz im Kunstgeschäft, zu dem die Journalisten Stefan Koldehoff und Tobias Timm in ihrem neuen Buch ansetzen, indem sie unerhörte wie absurde Geschichten über die Verbindungen zwischen Kunst und Kriminalität erzählen, eine kleine Geschichte des Kunstdiebstahls einflechten, Beispielfälle näher betrachten und die Rolle von Kuratoren, Sammlern, Fälschern, "Experten", Zollfreilagern, Geldwäsche und überforderten Sicherheitsleuten beleuchten. Das alles machen die Autoren kurzweilig und informativ, versichert die Rezensentin.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.03.2020

Gut gelaunt und höchst animiert bespricht Jens Bisky zwei Bücher zum Thema Kunstfälschungen und findet, dass jeder der Autoren die "richtigen Gegenargumente" fände, der etwa meine, Fälscher schädigten sowieso nur die Reichen und man müsse sie eigentlich für ihr Können bewundern. Dem Kritiker gefällt, wie die Autoren mit einem der skandalösesten Kunstraube, dem Diebstahl der Mona Lisa im Jahr1911, beginnen und wir erfahren gleich fast nebenbei, dass verschiedene Geschäftsmodelle hinter einem Kunstraub stehen können - etwa Geldwäsche, illegaler Handel - und eben auch Fälschungsaufträge. Bisky bekennt, durch die Recherchen berühmter Fälle von den beiden Journalisten viel Neues erfahren zu haben. Besonders dem Funktionieren des Kunstmarkts, seiner Globalität und Intransparenz komme man ein wenig mehr auf die Spur, dadurch dass seine kriminellen Randzonen beleuchtet werden. Eine klare Leseempfehlung.
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