Herausgegeben von Klemens Renoldner unter Mitarbeit von Elisabeth Fritz. Stefan Zweig, Lyriker, Erzähler, Dramatiker und Kulturhistoriker, hat seine Mission früh gefunden: Sein innigster Wunsch war es, die Begeisterung für die europäische Kultur in die Welt zu tragen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges begrüßte er die neuen Demokratien Europas, schrieb mehrere biografisch-historische Romane und Bände mit kulturhistorischen Essays. Es war sein besonderer Beitrag zu Frieden und Völkerverständigung. Stefan Zweig sprach mehrere Sprachen, er bereiste die Welt und sammelte in vielen Ländern Freunde. "Freundschaft ist seine Religion", sagte Romain Rolland über ihn. Fern von Europa, beschwor er im Exil in seinen Erinnerungen "Die Welt von Gestern" ein letztes Mal die Größe des geistigen Erbes der alten Welt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.06.2013
Als einen Freund menschlicher Abgründe und erotischer Verwicklungen kennt Thomas Meissner Stefan Zweig. Der von Klemens Renolder zusammengestellte Band mit Erzählungen und Essays Zweigs bietet ihm diesbezüglich eine reiche Fundgrube. Etwa in der Novelle "Angst", in der Zweig von der Erpressung einer fremdgehenden Frau erzählt. Auch wenn es den Texten laut Meissner mitunter an Welthaltigkeit mangelt und sie hart am Kitsch vorbeischrammen - der Rezensent entdeckt großartig geschilderte Szenen der Peinlichkeit, und auch Zweigs prekäre Lebensverhältnisse scheinen durch, wenn der Autor "sensibel" Veränderungen im Zuge von Hitlers Machtübernahme registiert.
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