Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
Zweig gehört nach Ansicht des Rezensenten Thomas Rietzschel zu den ganz wenigen Dichtern, die kein gespanntes, sondern fast stets ein wohlwollendes Verhältnis zu ihren Verlegern hatten. Der Rezensent vermutet, dass dies an Zweigs ererbtem Reichtum gelegen habe, so dass es fast nie um Geldfragen, sondern eher um Fragen der Gestaltung eines Buchs oder einer Buchreihe ging. Die Beziehung Zweigs zu Anton Kippenberg vom Insel-Verlag steht nach Rietzschel im Mittelpunkt des Bandes - eine harmonische Beziehung, die durch Kippenbergs Kompromisse in der Nazi-Zeit in traumatischer Weise zerbrochen wurde. Selbst Zweigs Selbstmord 1943 sei "nicht losgelöst davon zu sehen". Rietzschel lobt die sachliche Darstellung der Autorin.
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