Aus dem Italienischen von Christine Ammann. Carlo Petrini, Gründer von Slow Food und des Agrarnetzwerks Terra Madre, diskutiert mit dem Biologen Stefano Mancuso. Die zerstörerische industrielle Landwirtschaft ist gescheitert, da sind sich die beiden Gesprächspartner einig. Statt lebensfeindlicher Monokulturen, der immensen Vergeudung von Nahrungsmitteln und den immer neuen Künstlichkeiten der Star-Gastronomie geht es darum, die Grundlagen einer neuen Kultur des Essens zu schaffen. Und dabei buchstäblich auf dem Boden zu bleiben und bei den Pflanzen anzusetzen, die 96 Prozent der Biomasse des Planeten stellen und uns in vielem als Modell dienen können.
Stefano Mancuso und Carlo Petrini schreiben in ihrem Buch "Die Wurzeln des guten Geschmacks" gegen die moderne Agrar- und Lebensmittelindustrie an, und nicht zuletzt auch gegen das unbedarfte Konsumverhalten hierzulande, die "kulinarische Triebabfuhr" im Eilverfahren, berichtet Eckhard Fuhr. Petrini ist Gründer von Slow Food und Terra Madre, sein Beitrag zu diesem Buch überrascht den Rezensenten deshalb wenig. Mancuso hingegen ist Neurobiologe und forscht über die Intelligenz von Pflanzen, verrät Fuhr. Tatsächlich hat Mancuso aber einiges über die Vielfalt, Masse und evolutionäre Eigenheit von Pflanzen zu berichten, was die Beschränkung der Agrarindustrie auf einige wenige Arten und Sorten in ein merkwürdiges Licht rückt, erklärt der Rezensent fasziniert.
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