Stephen Grenall

Winter Traffic

Thriller
Cover: Winter Traffic
Suhrkamp Verlag, Berlin 2021
ISBN 9783518471104
Gebunden, 492 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Conny Lösch. Sydney, 1994. Die Karriere von Sergeant Mick Rawson jagt auf ihr Ende zu. Er ist ein Mann mit vielen Namen und vielen Beziehungen zur Unterwelt. Er ist ein guter Cop, allerdings nur nach seinen ganz eigenen Gesetzen. Dennoch will ihn Karen Millar, der steil aufsteigende Stern im Polizeiapparat, zur Strecke bringen. Und da ist noch Sutton, ein "anständiger" Verbrecher, der loyal zu Rawson steht, komme was da wolle. Rawson und Sutton wollen noch einen letzten Coup, einen Überfall auf einen Geldtransporter, durchziehen - Karen Millar wittert ihre Chance. Als sie merkt, dass sie manipuliert und funktionalisiert wird, muss sie sich wehren.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 20.03.2021

Rezensentin Sonja Hartl ist vollauf begeistert von diesem Thriller, der ihrer Meinung nach "die Grenzen des Kriminalromans weit hinter sich lässt", obwohl die Story auch in ihren Ohren eher konventionell klingt: ein korrupter Cop im Sidney des Jahres 1994 soll eine ambitionierte Kollegin bei der Aufklärung eines Falls unterstützen, in den sowohl er selbst als auch einer seiner engsten Freunde verwickelt sind. Was das Buch so besonders macht, sind der Kritikerin zufolge sein kunstvoller Aufbau, der mit Zeitsprüngen und verschiedenen Blickwinkeln spielt, das Stadtpanorama, das er entwirft, und die "eiskalt-hämmernde Sprache" - ein Roman, den man problemlos mehrmals lesen kann, schließt die beeindruckte Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.02.2021

Rezensent Kai Spanke warnt davor, auf den Verlagsjubel zu Sephen Greenalls Krimi reinzufallen. Sich beim Krimischreiben von der Handlung auf die Form zu verlegen, findet Spanke gar keine schlechte Idee. Nur muss man es besser machen als Greenall, viel besser, findet Spanke. Der Autor indes überschüttet ihn mit "Genre-Allerlei", verzettelt sich in einer rückwärts laufenden Chronologie der Ereignisse und haut "peinliche Manierismen", "Larifari" und "Angebergespräche" über Physik heraus, dass es Spanke graust. Adjektive und Satzzeichen aus der Gießkanne vergällen dem Rezensenten die Lektüre zusätzlich.

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