Stuart Hall

Cultural Studies. Ein politisches Theorieprojekt

Ausgewählte Schriften 3
Cover: Cultural Studies. Ein politisches Theorieprojekt
Argument Verlag, Hamburg 2000
ISBN 9783886192601
Broschiert, 158 Seiten, 15,24 EUR

Klappentext

Herausgegeben und übersetzt von Nora Räthzel. Band 3 der Ausgewählten Schriften befasst sich mit der historischen Entwicklung des Theorieprojekts Cultural Studies. Was mit der Absicht begann, das Alltagsleben als einen umkämpften Ort sichtbar zu machen, einen Ort des Widerstandes, an dem um die "Köpfe und Herzen" der Menschen gerungen wird, ist inzwischen weltweit zur universitären Disziplin geworden. Hall entwickelt hier die bisherigen Grundlagen der Cultural Studies und setzt sich mit Fragen der Postmoderne, der Globalisierung und der Internationalisierung von C.S. auseinander. Der Band enthält auch ein ausführliches Interview, in dem Stuart Hall Auskunft gibt über die Beziehungen zwischen seinen persönlichen, politischen und theoretischen Entwicklungen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.10.2000

Kersten Knipp stellt den in Jamaica geborenen Stuart Hall dem Leser zunächst als "Vordenker der British Cultural Studies" vor, der nicht nur seit vielen Jahrzehnten gegen den Rassismus ankämpft, sondern auch und vor allem darauf hinweist, wie sehr er die kulturelle Identität als etwas sich stets Wandelndes begreift: Sie ist `alles andere als ein fixiertes Wesen, das unveränderlich außerhalb von Geschichte und Kultur läge`. Knipp weist in seiner Rezension mehrfach darauf hin, dass sich Hall "auch den Humor zur Waffe gemacht hat", wie er mit Zitaten aufzeigt. So betrachte Hall es als moderne `Bürde des schwarzen Mannes` über alle Fragen der Schwarzen fachmännisch Auskunft geben zu müssen. Dieses Augenzwinkern gehört für Knipp offensichtlich zu einer der besonderen Stärken Halls, weil es dazu beiträgt, "eingefahrenen Stereotypien durch minimale Akzentverschiebungen den Boden zu entziehen". Bedauerlich findet der Rezensent lediglich, dass Hall und die Cultural Studies die breite Bevölkerung jenseits der Universitäten kaum erreichen wird. Denn seiner Ansicht nach wären Halls Thesen zu "neuen Formen des Selbstverständnisses" durchaus hilfreich, Probleme im multikulturellen Zusammenleben zu entschärfen.

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