Aus dem Amerikanischen von Dieter Plümacher. Mit vier Jahren wurde Iqbal von seiner Familie als Schuldknecht an eine pakistanische Teppichmanufaktur verkauft. Das war 1986. Sechs Jahre arbeitete Iqbal als Teppichknüpfer. Er büchste häufig aus, wurde aber immer wieder eingefangen - irgendwann war sein Schuldenberg so hoch angewachsen, dass sein ganzes Leben nicht ausgereicht hätte, ihn abzuzahlen. Auf einem seiner unerlaubten Ausflüge lernte er Eshan Ullah Khan kennen, einen Aktivisten der pakistanischen Bonded Labor Liberation Front (BLLF), die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, versklavte Kinder zu befreien. Von da an arbeitete er mit der BLLF zusammen und befreite Hunderte von Kindersklaven von ihren Herren. Dafür bekam er 1994 in den USA einen Menschenrechtspreis. Iqbal war noch nicht lange wieder zurück in Pakistan, als er auf offenem Feld erschossen wurde. Bis heute ist nicht zweifelsfrei geklärt, ob er ein zufälliges Opfer eines Drogenabhängigen war oder ob die Teppichindustrie hinter dem Mord steckt...
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.11.2002
Im zarten Alter von vier Jahren wird Iqbal Masih von seinen Eltern an einen Teppichhändler verdingt, mit zehn nimmt er den Kampf gegen diese moderne Form der Sklaverei auf, mit dreizehn wird er unter nie geklärten Umständen erschossen. Susan Kuklins für Kinder ab zwölf Jahren geeignetes Buch "Kommt mit und seid frei!", das Rezensentin Catherine Just in aller Kürze vorstellt, beschäftigt sich in Form einer "nüchternen Reportage" mit dem Thema Kindersklaverei. Die Autorin hat ihre Geschichte durch Quellen gut belegt und mit einem nützlichen Informationsteil versehen, lobt die Rezensentin.
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