An verschiedenen Stellen der Stadt werden Leichenteile gefunden. Detektiv Perdox eilt von Fundort zu Fundort und gerät in aberwitzige, surreal anmutende Situationen: So entdeckt er ein geheimes Nähatelier, wo illegal beschäftigte Ausländerinnen zur Musik von Mahler arbeiten. Neben Detektiv Perdox ist der Schriftsteller Lokien Perdok die zweite Hauptfigur des Romans. Mit seinen Augen streift der Leser durch das raumzeitliche Labyrinth der anderen Stadt. Sie besitzt unverkennbar das Gesicht Amsterdams, aber die vertraute Realität hat Löcher.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999
Daraus werde schlau, wer kann. Ein Labyrinth von Roman, dessen Welten und Gegenwelten eines ober- und unterirdischen Amsterdam auch Friedhelm Rathjen zu verschlungenen Sprachwegen animiert hat. Worum geht es? Ein Schriftsteller - Perdok - hat einen Detektiv - Perdox - erfunden; gemeinsam spüren sie der Wirklichkeit ebenso nach wie den Möglichkeiten; "Ätherleiber" tun sich auf, verfallen zu gut erhaltenen "Leichenteilen", - und immer kommt der Detektiv zu spät, aber "nichts ist je zu spät. Das Unmögliche kann auch gestern noch stattfinden", zitiert Rathjen aus dem Buch. Was am Ende herauskommt? "Sublimierte Einsamkeiten", meint er, und sagt leider nicht, ob ihm das Lesen Spaß gemacht hat.
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