Feuerjagd
Roman

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2024
ISBN
9783949465109
Gebunden, 528 Seiten, 25,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Ulrike Wasel, Klaus Timmermann. Ein ungewöhnlich heißer Sommer hat Irland im Griff. Die Farmer sind nervös, die Ernten bedroht. Die 15-jährige Trey hat an das kleine Dorf schon ihren Bruder verloren. Etwas Sicherheit bietet der Außenseiterin nur der ehemalige Polizist Cal, der sie liebt wie eine Tochter. Da kommt nach Jahren der Abwesenheit unerwartet Treys Vater zurück. Mit offenen Armen empfängt ihn niemand, doch er bringt einen verheißungsvollen, gefährlichen Plan mit. Und einen Fremden. Cal versucht, Trey zu schützen, aber Trey will keinen Schutz. Sie will Rache.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (
Info)
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk, 12.12.2024
Ein geniales Buch, jubelt Rezensentin Kim Kindermann. Tana French erzählt darin von der 15-jährigen Trey, die den Tod ihres Bruders rächen will, außerdem spielt ein geheimnisvoller Fremder eine Rolle und irgendwann brennen Scheunen. Und zwar tun sie das in Ardnakelty, dem irischen Nest, das Handlungsort und heimlicher Hauptdarsteller dieses Buches ist, so Kindermann, die hin und weg ist davon, wie die Atmosphäre dieses Dorfes und die Loyalitätskonflikte, die sich hier auftun, beschrieben wird. Die Leute sind hier schweigsam und tragen ihre Geheimnisse mit sich herum und dann gefährdet auch noch die Dürre die Ernte der Bauern. Wirklich alle Altersgruppen und Geschlechter sind mit diesem spannenden Krimi, der auch noch einen klassischen Ermittler aufweisen kann, perfekt bedient, versichert die Kritikerin, für die dieser Roman das "Buch des Jahres" ist.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 06.09.2024
Tana French gelingt mit "Feuerjagd", dem zweiten Teil ihrer Krimireihe um den Ex-Polizisten Cal Hooper, ein echtes Kunststück, lobt Rezensentin Sonja Hartl: Durch ihren langsamen Erzählstil und die geschickte Gegenüberstellung von verschiedenen Figuren mit verschiedenen Erfahrungshorizonten erzeugt sie eine behaglich beschauliche Atmosphäre - zeichnet ein Irland, wie man es sich als Tourist eben vorstellt und ersehnt, lesen wir. Zugleich dekonstruiert sie dieses Bild, führt die touristische Sehnsucht vor, in dem sie die sorgfältig gepflegte Kulisse zum Handlungsort für eine "psychologisch komplexe Geschichte über Rache und Verzweiflung" macht. Diese Geschichte lässt sich auch unabhängig vom ersten Teil lesen, knüpft aber ganz fabelhaft an "Der Sucher" an: Sie führt die dort angelegten Erzählstränge geschickt fort, und lotet die Psyche ihrer facettenreichen Figuren konsequent weiter aus, so die begeisterte Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.08.2024
Rezensentin Sylvia Staude kann nur staunen angesichts der verwinkelten Geschichte und der Langsamkeit, mit der Tana French das Krimigenre dekonstruiert. Was Ex-Cop Cal Hooper und seine jugendliche Gefährtin in der irischen Einöde erleben, ist laut Staude erst mal gar nicht so aufregend. Lange Gespräche, zwar lebensnah, doch gemächlich, Landschaftsbeschreibungen und viel Schweigen. Doch dann nimmt die Story um einen wiedergefundenen Vater und einen inszenierten Goldrausch Fahrt auf und Staude freut sich nicht nur über kinsternde Atmo und psychologisch stimmige Charakterzeichnungen, sondern durchaus auch über Spannung.