Aus dem Englischen von Kathrin Möller und Anne Vonderstein. Rettet der Islam den Westen? Der Islam ist eine religiöse Weltmacht. Aber bedeutet er auch eine Bedrohung für die westlichen Demokratien und ihre Werte? Tariq Ramadan, einer der wichtigsten Vertreter des Euro-Islam, plädiert für eine radikale Reform: Er bekennt sich zur "Scharia" als Grundlage aller Gesetze und gleichzeitig zu den Prinzipien von Rechtsstaat, Menschenrechten und Gewaltenteilung. Allen Hasspredigern und Reaktionären zum Trotz entwickelt Ramadan eine Lesart des Koran, die nicht nur Freiheit und Würde des Einzelnen betont, sondern auch Glaube und Vernunft versöhnt. An zahlreichen Beispielen demonstriert er die Grundsätze einer modernen islamischen Ethik, die den Menschen aus den Fängen eines gewissenlosen Fortschritts befreit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.08.2009
Rezensent Wolfgang Günter Lerch begrüßt Tariq Ramadans neues Buch, denn er schätzt den Autor als "weltgewandten, vielsprachigen Mann", der mit dem westlichen Denken vertraut sei und seit geraumer Zeit in Oxford lehre. Nicht ganz leicht fällt es ihm, die Position Ramadans zu bestimmen, sieht er in ihm doch weder einen säkularen muslimischen Intellektuellen wie Navid Kermani oder Bassam Tibi noch einen jener islamischen Theoretiker, für die "islamische Moderne" eigentlich Rückwärtsgewandtheit und Abgeschlossenheit bedeutet. Ramadan will in seinen Augen einen "mittleren Weg" einschlagen, jenseits bloßer Nachahmung der Traditionalisten aber auch jenseits der Auflösung in weltliche Strukturen. Besonders hebt Lerch Ramadans Ansatz einer Transformation des Islams in der Moderne hervor, der auch natur- und humanwissenschaftliche Kontexte einbezieht. Auch wenn Lerch nicht immer mit dem Autor einig ist, lobt er dessen Diskussionsbeiträge als "kundig und intelligent".
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