Mit einem Nachwort von Carsten Gansel. Der erste Bestseller des Aufbau Verlags - und der erste Bestseller im Nachkriegsdeutschland. Theodor Plieviers Roman kennt keine Helden. Er ist unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erschienen und macht anhand zweier Figuren, Oberst Manfred Vilshofen und Unteroffizier August Gnotke, den im Laufe "jenes wahnwitzigen Raubkrieges" einsetzenden Läuterungsprozess nachvollziehbar. Das Tatsachen-Epos ist ein Dokument des Antimilitarismus.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 07.06.2025
Rezensent Jörg Plath liest Theodor Plieviers 1943 erschienenen Roman über den "Kessel" in Stalingrad - die Soldaten, die diesem entkräftet und traumatisiert entkommen sind, sind hier nicht Täter, sondern Opfer. Auf 600 Seiten beschreibe der Kommunist Plievier, der 1933 geflohen ist, wie der Krieg als "hochtouriger Fleischwolf" durch die Lande zieht und vor nichts und niemandem Halt macht - ein "Limbo sinnlosen Leidens", den Plievier hier in aller Drastik und realistischen Schrecklichkeit entwirft. Dass die Verbrechen der Wehrmacht in Russland und der Holocaust nicht thematisiert werden, irritiert Plath etwas. Ganz klar positioniert er sich aber nicht zu dem Text.
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