"ich hat nichts zu sagen. ich will das nicht: sagen." In Theresa Luserkes Lyrikdebüt geht es darum, wer mit welcher Legitimation spricht und welche neuen Wirklichkeiten sich aus dem poetischen Sprechen ergeben. In ihrem "Transitgeflüster" fragen diese Gedichte, wohin die Rede geht, wenn sie sich verspricht und wie Tier- und Menschensprachen sich miteinander kreuzen lassen: "ein sprecht klopft an und will ins aus, aber niemand antwortet". Wenn das Verb "ist" hinterm Haus liegt, dann muss im Vorgarten eine neue Grammatik erfunden werden, in der Wacholderbusch und Lipplapp, Faustgrün und Quittengelb aufblühen können. "darf ich weitersprechen? (...) hier die zeit der ort wo es / hätte stattfinden wie man hätte sprechen sollen!"
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…