"ich hat nichts zu sagen. ich will das nicht: sagen." In Theresa Luserkes Lyrikdebüt geht es darum, wer mit welcher Legitimation spricht und welche neuen Wirklichkeiten sich aus dem poetischen Sprechen ergeben. In ihrem "Transitgeflüster" fragen diese Gedichte, wohin die Rede geht, wenn sie sich verspricht und wie Tier- und Menschensprachen sich miteinander kreuzen lassen: "ein sprecht klopft an und will ins aus, aber niemand antwortet". Wenn das Verb "ist" hinterm Haus liegt, dann muss im Vorgarten eine neue Grammatik erfunden werden, in der Wacholderbusch und Lipplapp, Faustgrün und Quittengelb aufblühen können. "darf ich weitersprechen? (...) hier die zeit der ort wo es / hätte stattfinden wie man hätte sprechen sollen!"
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…