Herausgegeben von Thomas Eder und Klaus Kastberger. Generationen von Lesern waren und sind von Bayers Literatur begeistert. Gemeinsam mit Friedrich Achleitner, H. C. Artmann, Gerhard Rühm und Oswald Wiener gehörte der Schriftsteller der legendären Wiener Gruppe an. Nicht allein seine literarischen Texte, sondern auch die jugendlich-rebellischen Images, die der Autor von sich selbst schuf, sind geblieben. Befreiungsakte gegen den Mief der 1950er Jahre. In zahlreichen unveröffentlichten Dokumenten seines Schaffens, in Aufsätzen renommierter Beiträger aus Kultur- und Literaturwissenschaft und in Gesprächen mit ehemaligen Weggefährten entwirft der vorliegende Band ein neues Bild des Dandys und Schriftstellers aus Österreich, der im Jahr 1964 erst 32-jährig freiwillig aus dem Leben schied.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.01.2016
Rezensent Nico Bleutge freut sich über diesen Band, der Beiträge eines Symposions über den österreichischen Dichter Konrad Bayer versammelt. Der Kritiker entdeckt hier nicht nur teils unbekannte Texte und Bilder des Dichters, der seine Texturen etwa aus der Montage von Kochrezepten oder Lexikoneinträgen gewann, sondern liest auch interessiert die zahlreichen Beiträge dieses Bandes: So erfährt Bleutge etwa, dass Bayer Formen des Films in seinen Texten verwendete, welche Verbindungen zwischen ihm und Ernst Mach bestanden oder wie er die Idee des literarischen Cabarets mitformte. Lobend erwähnt der Kritiker auch, dass Bayers Schmierzettel, Arbeitsblätter und Listen diesem Band als Faksimiles beigefügt wurden.
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