Popliteratur ist zu einem feststehenden Begriff geworden. Handelt es sich dabei lediglich um die moderne Variante der Hochkultur oder nur um ein Etikett, das vor allem die Bestseller einiger jüngerer deutschsprachiger Autoren bezeichnet? Das Buch erklärt die Ursprünge der Popliteratur im Dadaismus und der Beat Generation, beschäftigt sich mit den durchaus politischen Hintergründen der ersten popliterarischen Texte Ende der sechziger Jahre und beschreibt die Bedeutung des Pop in der bundesdeutschen Literatur der letzten Jahrzehnte. Ausführlich wird der aktuelle Boom und die darauf bezogene Debatte reflektiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 17.11.2001
Obwohl sich Rezensent Ulrich Rüdenauer zuerst ein bisschen lustig macht über das Format der Reihe, in dem dieser kleine Band zum Thema Popliteratur erschienen ist - ihn erinnert die Aufmachung ein bisschen an "eine Abiturhilfe für lesefaule Oberschüler" - gefällt ihm das Buch unterm Strich doch ganz gut. Rüdenauer lobt den übersichtlichen und anschaulichen, gleichzeitig aber komplexen Ansatz des Buches und scheint in der Einschätzung dessen, was Popliteratur ausmacht, mit der Meinung Autor Thomas Ernst zu sympathisieren. Der findet nämlich Subversion ein wichtiges Kriterium für den schwer eingrenzbaren Begriff Popliteratur und dieses Wort nennt der Rezensent einen "etwas angestaubten, analytisch zweifelhaften, aber durchaus sympathischen Begriff".
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