Aus dem Französischen von Pierre Gallisaires und Hanna Mittelstädt. Mit einem Nachwort von Axel Heil. Francis Picabia, Maler, Schriftsteller und Provokateur, ist eine der aufregendsten Figuren der klassische Moderne. Mit subversivem Witz und brillanter Prinzipienlosigkeit zog er als ruheloser Verwandlungskünstler durch Kunst und Literatur.
Er gab diverse Zeitschriften heraus und schrieb und malte unermüdlich. 1913 nahm er an der Armory Show in New York teil. 1915 wurde Picabia, der zum Kriegsdienst eingezogen und in Paris als Chauffeur eingesetzt war, mit einem Verproviantierungsauftrag nach Kuba geschickt. Er desertierte und ging nach New York, wo er er die exilierten Künstler, wie Duchamp und Man Ray, traf.
1916 lernte Picabia in Barcelona Arthur Cravan kennen. 1918 zur Kur in der Schweiz, traf er Tristan Tzara in Zürich. Sie begannen eine freundschaftliche und produktive Dada-Periode. 1921 trennte sich Picabia von den "Dadas", er blieb sich selbst und seinem stets auf Veränderung ausgerichteten Temperament treu.
Dieser Band umfasst die gesammelten Texte Picabias aus seiner Dada-Zeit: Manifeste, Erklärungen und andere Prosa.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.06.2016
Als konsequenter Dadaist wollte Francis Picabia sehr schnell auch kein Dadaist mehr sein, weiß Harald Eggebrecht. Picabia rannte den Avantgarden seiner Lebzeit hinterher, voraus und im Kreis um sie herum, schrieb, malte, machte Musik, war ausgestellt konservativ, wenn alle modern sein wollten, dann wieder moderner als die Modernen, erklärt der Rezensent. In dem wunderbaren Buch "Funny Guy & Dada" sind jetzt, mit einem tollen Vorwort von Axel Heil, Picabias Texte seines dadaistischen Schaffens versammelt, freut sich Eggebrecht. "Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann." - Picabias berühmtester Aphorismus ist zugleich Programm, verspricht der Rezensent.
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