Till Bastian

55 Gründe, mit den USA nicht solidarisch zu sein

- und schon gar nicht bedingungslos
Cover: 55 Gründe, mit den USA nicht solidarisch zu sein
Pendo Verlag, Zürich, München 2002
ISBN 9783858424884
Gebunden, 116 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Es gibt viele Gründe, der Regierung Bush in ihrem Krieg gegen die "Achse des Bösen" kritisch gegenüberzustehen. Die wichtigsten dieser Gründe hat der Publizist Till Bastian hier zusammengetragen. Der Autor zeigt, daß George W. Bush, der selbsternannte Kreuzritter des Guten, in Wirklichkeit vor allem die Interessen der amerikanischen Energiewirtschaft vertritt. Es führt eine klare Linie von der Ablehnung des in Kyoto beschlossenen Programms zum Schutz des Weltklimas bis hin zu den Verhandlungen mit den später bekämpften Taliban über Ölpipelines in Zentralasien.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.09.2002

Hans-Jürgen Heinrichs sieht in Till Bastians Streitschrift einen Beitrag zur differenzierteren Betrachtung der US-Politik. Der Essay gründe auf dem Vertrauen in "die Kraft des politischen Widerstandes". Die "leider etwas zu schnell auf den Markt geworfene" Schrift weise zwar genügend historische Beispiele auf, die eine blinde Gefolgschaft in Frage stellen, und den Umgang mit der Großmacht USA kritisch betrachten ließen. Doch könne man aus Sicht des Autors von einem "Etikettenschwindel" sprechen, da es sich nicht wirklich um 55 Gründe handele, die auf das zentrale Problem der ungeschränkten Solidarität mit den USA gerichtet sind. Für Hans-Jürgen Heinrichs wirkt die Form des "Manifests oder Pamphlets" doch sehr "künstlich". An vielen Stellen sei die Schrift zu "plakativ" und zu sehr auf ein einzelnes Argument fixiert, das nachträglich argumentativ umrissen werde. Die kritische Sicht auf die US-Politik sei zwar geschärft, die Schrift als ganze jedoch zu einseitig.

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