Jimmy Carter

Unsere gefährdeten Werte

Amerikas moralische Krise
Cover: Unsere gefährdeten Werte
Pendo Verlag, München 2006
ISBN 9783866121041
Gebunden, 196 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Ute Mihr, Ursel Schäfer und Heike Schlatterer. Ein beeindruckendes Plädoyer für den Glauben an die eigenen Werte in einer Zeit des Sinnverlusts. Der 39. Präsident der Vereinigten Staaten und Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter analysiert in seinem neuen Buch, das in den USA lange an der Spitze der Bestseller-Listen stand, vor dem Hintergrund seiner eigenen Wertvorstellungen die moralische Krise Amerikas. Seine Überzeugungen haben in einer Zeit des Umbruchs und des Werteverlusts weltweit Gültigkeit.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2006

Hätte ein Europäer dieses Buch geschrieben, es wäre glatt als "antiamerikanisch" abgestempelt worden, glaubt der Rezensent Detlev Junker, nachdem er die jüngste Zuwortmeldung des Alt-US-Präsidenten Jimmy Carter gelesen hat. In einer Mischung aus "Predigt und Analyse", die der Rezensent als typisch amerikanisch empfindet, klage Carter über den Werteverfall in seinem Land, mache dafür den in Amerika grassierenden religiösen Fundamentalismus, dem auch die derzeitige US-Regierung verhaftet sei, verantwortlich und rufe zur "Umkehr durch moralische Besserung" auf. Carters Beschreibung des Fundamentalismus als ein von einem "manichäischen Weltbild" getragener Wille zur Macht will der Rezensent noch gelten lassen, die von ihm am Ende des Buches formulierten Wunschvorstellungen erscheinen ihm jedoch von "naiver, unpolitischer Dürftigkeit".

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 26.10.2006

Angenehm überrascht ist Rezensent Bernd Greiner von dieser Wortmeldung des ehemaligen US-Präsidenten, die er "über den Tag hinausweisend" findet. Die darin gestellte Frage nach dem Zustand der amerikanischen Demokratie findet Geiner berechtigt, Jimmy Carters Diagnose einer "moralischen Krise" ebenso. Besonders die Begründung von Carters Kritik am brüchig gewordenen Prinzip der Gewaltenteilung und seine Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Justiz machen diese Streitschrift aus Sicht des Rezensenten zur lohnenden Lektüre. Klug setzt Carter seiner Ansicht nach auch seine kritischen Pointen in Sachen Atomwaffenpolitik. Irritiert ist Greiner lediglich von der Tatsache, dass Carter die gegenwärtigen Probleme der amerikanischen Demokratie zu stark auf die Person George W. Bush reduziere.

Beliebte Bücher

Caroline Wahl. 1999 Meter über dem Meer - Roman. Rowohlt Verlag, Hamburg, 2026.Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer
Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr…
Dana Vowinckel. Anton und Alma - Roman. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Dana Vowinckel: Anton und Alma
Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…
Shida Bazyar. Die Lücken - Roman. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Shida Bazyar: Die Lücken
Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…