Timothee de Fombelle, Francois Place

Tobie Lolness

Band 1: Ein Leben in der Schwebe (Ab 11 Jahre)
Cover: Tobie Lolness
Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2008
ISBN 9783836951494
Gebunden, 384 Seiten, 15,90 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Tobias Scheffel und Sabine Grebing. Ein Baum als Schauplatz eines rasanten Abenteuerromans: Tobie Lolness, der Held dieser Geschichte, ist gerade mal anderthalb Millimeter groß. Und er hat eine gefährliche Mission - in einem Wettlauf gegen die Zeit versucht er alles, um seine Eltern vor dem drohenden Tod zu retten. Tobie Lolness ist gerade mal anderthalb Millimeter groß, nicht viel für seine 13 Jahre! Seit Anbeginn der Zeit lebt sein Volk auf der uralten, mächtigen Eiche. Doch Tobie ist auf der Flucht. Denn sein Vater, ein begnadeter Wissenschaftler, hat den Zorn des gesamten Volkes auf sich gezogen, weil er das Geheimnis seiner revolutionären Entdeckung nicht preisgeben will. Familie Lolness wird geächtet, unterdrückt, eingesperrt und schließlich zum Tode verurteilt. Allein Tobie kann entkommen, verfolgt von dem brutalen Jo Mitch und seinen Kumpanen. Er weiß, er hat nicht viel Zeit, seine Eltern zu retten, aber er ist findig. Und er zählt auf die Hilfe der schönen und klugen Elisha, seiner einzigen Freundin...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 17.04.2008

Als "Fest der Sinne und Emotionen" feiert Rezensentin Birgit Dankert den ersten Band dieses zweibändigen Kinder-Fantasy-Romans, den sie auch als französische Antwort auf Harry Potter gelesen hat, wobei das vorliegende gefühlvolle Heldenepos über den 13-jährigen Tobie Lolness, den Retter der Baumwelt, ihr wesentlich sympathischer als die düstere Zaubererlogik des Potter-Universums ist. Auch die Tatsache, dass das Buch sehr politisch ist, Ideologien und politische Strategien vorführt und reflektiert, nimmt die Rezensentin sehr für diesen Roman ein, der sie aber auch durch seinen Reichtum an Fantasie, seine Emotionalität sowie seine erzählerische Spannung begeistert hat. Auch die Illustrationen des französischen Bilderbuchkünstlers Francois Place tragen zum ausgezeichneten Gesamteindruck bei.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.04.2008

Dem Gros der Fantasy-Literatur kann Annette Zerpner, daraus macht sie keinen Hehl, wenig abgewinnen. Umso enthusiastischer lobt sie dieses Buch, das eine ganze eigene Fantasie-Welt auf einem einzigen Baum ansiedelt. In einer Eiche lebt Tobie Lolness, von Baummenschen umgeben, die viel Menschliches, Allzumenschliches, aber auch Barbarisches umtreibt. Nichts zu spüren, lobt Zerpner, ist in diesem Band von "Hobbitheimeligkeit", es geht durchaus grausam zu - das macht die Erzählung realistisch. Auch die von Illustrationen von "comichaft französischer Leichtigkeit" haben der Rezensentin gut gefallen. Sie weist am Ende, offenkundig voller Vorfreude, aufs baldige Erscheinen des Nachfolgebandes hin.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.04.2008

Dringend empfehlen muss Hilde Elisabeth Menzel dieses Buch des französischen Autors Timothee de Fombelle, der hierin seine Liebe zur Welt der Bäume verarbeitet. Denn nicht nur die filigranen Zeichnungen von Francois Place haben die Rezensentin überzeugt, auch die Geschichte hat ihr große Freude bereitet: Der kleine Tobie wird mit seinen Eltern aus der Baumkrone zu den niederen Ästen verbannt, nachdem sein Vater, ein Wissenschaftler, bei den Mächtigen in Ungnade gefallen ist. Dank der Freundschaft zur klugen Elisha schafft es Tobie, auch in dieser unwirtlichen Gegend zurecht zu kommen, erzählt die Rezensentin, die auch betont, dass Tobie in dieser Welt der Bäume nicht größer ist als Blattläuse oder Marienkäfer.

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