Aus dem Amerikanischen. Der Mord an George Floyd hat die Welt erschüttert und globale Black-Lives-Matter-Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. In der ersten Biographie Floyds rekonstruieren die preisgekrönten Reporter Robert Samuels und Toluse Olo-runnipa von der "Washington Post" diegroßen Zusammenhänge: Die Lebensgeschichte von George Floyd zeigt exemplarisch, wie Rassismus unsere Gesellschaften durchdringt und sein tödliches Gift entfaltet.In der Schule, auf Wohnungs- oder Jobsuche, bei frühen Erfahrungen mit Polizei und Gefängnis - Floyds Leben war von jenem systemischen Rassismus geprägt, gegen den die Menschen nach seinem Tod auf die Straße gegangen sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2022
Rezensentin Kim Maurus sieht in dem Buch der beiden Journalisten Toluse Olorunnipa und Robert Samuels über das Leben von George Floyd eine "fundierte Argumentation" dafür, Rassismus als strukturelles Problem anzuerkennen. Abgesehen von einigen allzu ausgedacht wirkenden erzählerischen Passagen und einigen nicht optimal übersetzten Abschnitten gelingt den Autoren laut Maurus anhand von 400 Interviews, Textdokumenten und Protokollen ein eindringliches Lebensbild eines Mannes, der versuchte, alles richtig zu machen und der durch die gesellschaftlichen Bedingungen doch immer wieder auf die falsche Seite geriet.
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