Ulla Hahn

stille trommeln

Neue Gedichte aus zwanzig Jahren
Cover: stille trommeln
Penguin Verlag, München 2021
ISBN 9783328601470
Gebunden, 208 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Mehr als zwanzig Jahre schrieb die vielfach preisgekrönte Lyrikerin Ulla Hahn an ihrem vierbändigen autobiografischen Romanzyklus, der 2001 mit dem ersten Band "Das verborgene Wort" eröffnet wurde. Gerade in dieser Zeit holte sie immer wieder Atem in Gedichten, die ihre Prosaarbeit poetisch kommentierend begleiteten. Der hier vorgelegte Band enthält Gedichte aus diesen gut zwanzig Jahren. Wieder erkennen wir Ulla Hahns spielerische Kraft der Worte, mit der sie sich den Erfahrungen der Wirklichkeit stellt. Mit Humor und Fantasie, aber auch mit dem Ernst einer nachdenklichen Zeitgenossin in einer sich dramatisch neu formenden Welt. Gerade die neuesten Gedichte suchen die sprachlich poetische Auseinandersetzung mit Technik und Naturwissenschaften. Es gibt kein Ausweichen vor den großen Prüfungen, denen die Menschheit gegenübersteht - und doch sind diese Gedichte nicht zuletzt Statements und Ermutigung zur Freude am Leben: "Die Welt hört nicht auf zu beginnen." (Ulla Hahn)

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.04.2021

Rezensent Martin Ebel schätzt Ulla Hahn als Romanautorin wie als Lyrikerin. Die versammelten Gedichte aus über 20 Jahren zeigen ihm, dass sich Hahns "Erinnerungsarbeit" auch auf die Lyrik erstreckt, daneben auf Naturwissenschaftliches und auf das eigene dichterische Tun. Liebe und Tod sind weitere Themen, die Ebel ausmacht und die Hahn laut Rezensent klang- und sinnsensitiv bearbeitet. Angetan scheint der Kritiker nicht nur von Hahns Faible für starke Kontraste, sondern auch von ihrer produktiven "Respektlosigkeit" dem Leben und dem Tod gegenüber.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.03.2021

Rezensent Björn Hayer ist hingerissen von der "andächtigen Schönheit", die ihm Ulla Hahns Gedichte offenbaren. Einerseits bestechend klar, andererseits in den Sphären des Undefinierbaren verharrend beschwöre die Dichterin in ihren über die letzten zwanzig Jahre hinweg entstandenen Miniaturen den Frieden der Natur und immer wieder die Liebe, so der verzückte Rezensent. Als Inspirationsquellen für Hahns Lyrik sieht er den Symbolismus um 1900 und Hölderlins Verständnis von Poesie als dialektisch und zeitübergreifend. "Überwältigend" scheint dem Rezensenten die treffendste Beschreibung für diese Dichtung "zwischen Ding und Wort" zu sein, die ihm trotz ihres melancholischen Grundtons großen Trost spendet.