Das Buch gibt einen aktuellen Überblick zur weltweiten Stellung der deutschen Sprache und deren neuerer Geschichte. Der Autor erklärt diese Stellung aus der globalen Konstellation konkurrierender Sprachen und untersucht Besonderheiten und Übereinstimmungen in Handlungsfeldern wie Wirtschaft, Wissenschaft, Diplomatie, Wortkunst, Medien und Fremdsprachenunterricht. Auch Sprachförderung und Verbesserungsmöglichkeiten sind ausführlich dargestellt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 19.03.2016
Roland Kaehlbrandt staunt über Umfang und Detailfülle dieses "Lebenswerks" des üblicherweise moderat auftretenden Linguisten Ulrich Ammon, der in dieser umfassenden, akribisch angefertigten Studie über den Stand der Dinge in der deutschen Sprache mitunter auch sehr eindeutig Position bezieht: Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass neben 103 Millionen Muttersprachlern zusätzlich noch weltweit 289 Millionen Menschen Deutsch als Fremdsprache gelernt haben? Doch auch wenn diese Zahlen beeindruckend sind, verteilt der Autor viele Tadel: Um die Pflege der deutschen Sprache sei es nämlich schlecht bestellt, so der Kritiker. Von der Werbung bis zu den Universitäten ziehe zunehmend Englisch in den Alltag ein, tatsächlich würden chinesische Studenten, die zu Studienzwecken nach Deutschland reisen, ihre Kenntnisse hierzulande eher verschlechtern. Allgemeines Trübsal blasen also? Nicht ganz, schreibt der Kritiker weiter: Im Netz stehe Deutsch weltweit gut da, lautet Ammons weiterer Befund, und bloße Englischkenntnisse sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt auch weiterhin nicht die besten Vorraussetzungen. Angesichts der aktuellen Flüchtlingszahlen liege darin auch eine Chance, schreibt der Rezensent: Die Einwanderer müssen ihre Deutschkenntnisse ausbauen, die Vernetzung unter den Sprachen nehme damit zu.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.09.2015
Rezensent Hermann Unterstöger macht uns den Zugang zu Ulrich Ammons lexikonartigem Ungetüm von einem Buch nicht unbedingt leichter. Wir sollen einfach mit dem Finger in den 118-seitigen bibliografischen Apparat "hineinstechen", rät er uns, um einen Eindruck von dem Kosmos zu erhalten, der sich in Ammons Buch verbirgt - und um zu lesen, wo der annerkannte Linguist sich über das Hutterische informiert hat, die Minderheitssprache einer Täufergemeinschaft. Nebenher erfahren wir laut Unerstöger, wie sich das Deutsche im Spannungsfeld zwischen nationaler und globaler Kommunikation bewegt. Zu diesem Zweck enthält das Buch jede Menge Material, so der Rezensent.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…