Der Begriff der Souveränität scheint heute viel von seiner Plausibilität für das Denken von staatlicher und überstaatlicher Gemeinschaft eingebüßt zu haben. Ulrich Haltern zeigt jedoch anhand einer genealogischen Untersuchung, dass Souveränität nach wie vor unsere Vorstellungen des Rechts und des Politischen intensiv prägt; sie ist eine Schnittstelle von Recht und Gewalt. Dadurch wird Souveränität zum Schlüsselbegriff in der Beschreibung der Welt des Rechts, der Politik und unserer selbst.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.08.2007
Mit Gewinn hat Otto Depenheuer diese Studie über den Begriff der Souveränität von Ulrich Haltern gelesen. Im Zentrum sieht er eine Verteidigung der Souveränität des politischen Handelns gegenüber der zunehmenden Verrechtlichung aller gesellschaftlichen Bereiche. Zustimmend äußert er sich über die Ansicht des Autors, diese idealistische Tendenz zur Konstitutionalisierung leiste nicht, was sie zu leisten vorgebe: die Ordnung der Wirklichkeit. Nur beipflichten kann er auch Halterns kritischer Auseinandersetzung mit dem Irrglauben, das Recht könne das Politische vollständig ersetzen. Er unterstreicht zudem Halterns Darstellung der Souveränität als der zentralen und unhintergehbaren Kategorie des Politischen. Sein Fazit: eine höchst anregende und originelle Studie.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…