Illustrationen von Klaus Ensikat. Wer sich nicht abgewöhnen will, "Warum?" zu fragen, für den ist "Die Kinder-Uni" ein unterhaltsames und gelehrtes Wissensbuch. Hier findet man verständliche Antworten auf Probleme, die manche Forscher ein ganzes Leben lang beschäftigen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.08.2003
Wer Muße hat, sich mit "den Rätseln der Welt ebenso wie den Geheimnissen des täglichen Lebens" zu beschäftigen, der wird sich über dieses besondere Buch freuen, verspricht Rezensent Helmut Hornung. Zusammengestellt und didaktisch aufbereitete Skripte der Vorlesungen meist männlicher Professoren der Tübinger Kinder-Uni beantworten ausführlich die "vordergründig trivialen Fragen", die Wissenschaft und Kindern gemein sind, wie "Warum wir über Witze lachen" oder "Warum stammt der Mensch vom Affen ab". Hornung meint, dass diese Fragen leicht lesbar und ausführlich beantwortet sind. Auch die Illustrationen von Klaus Ensikat haben ihm gefallen. Außerdem gibt es ein kleines Lexikon, das "von 'A' wie Assistent bis 'Z' wie Zitat" in den Uni-Jargon einführt. Es sei "ein Buch mit genügend Stoff zum Staunen", so Hornung schließlich, und "durch die kluge Themenauswahl" für Leser aller Semester "ein großes Vergnügen".
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 20.03.2003
Urs Willmann hat viel gelernt bei diesem im Großen und Ganzen gut gemachten Lehrbuch für allerjüngste Studenten. Denn auch für Erwachsene biete das Buch mehr als nur Wiederholung. In den acht Kapiteln geben sich die Autoren erfolgreich Mühe, verstanden zu werden, lobt Willmann. Manchmal allerdings geht ihm die "Anbiederung" an die mutmaßlichen Erfahrungswerte der kleinen Leserschaft eindeutig zu weit. Mohammed ein Superstar, der Koran kein Harry Potter, na gut. Wenn die Autoren aber zur Religionsfreiheit erklären, dass man auch an Franz Beckenbauer glauben darf, ist für den Rezensenten die Linie zum Nonsens überschritten. Kleine Ausrutscher wie diese ändern ihm zufolge aber nichts daran, dass der Rest, wie etwa die Kapitel über die Evolution oder die Dinosaurier, durchweg "gut erzählt" und "brillant erklärt" sind. Nicht zu vergessen die "traumhaften" Illustrationen von Klaus Ensikat, die den guten Gesamteindruck abrunden.
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