Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler. Sommer 1941 in der Ukraine: Für Eljuscha beginnt der Krieg wie ein Familienausflug. Doch in Kiew meldet sich der Vater zur Roten Armee und Eljuscha findet sich nach einer abenteuerlichen Zugfahrt in Kasachstan wieder. Eine völlig fremde Welt, wo man mit Kuhfladen heizt, das Wasser aus dem Fluss holt, wo es nur Tauschhandel gibt und keine Schule. Eljuscha, noch ein Kind, ist jetzt der Mann im Haus und kümmert sich um seine Familie, lernt Hasen jagen und Fische fangen und freundet sich mit den moslemischen Jungen an für ihn wird es ein Königreich.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.10.2011
Richtig gern hat Rezensentin Jeanne Rubner diesen Jugendroman gelesen, in dem der israelische Autor Uri Orlev so geschickt und ohne zu belehren Weltgeschichte erzählt. Es geht um das Schicksal des jüdischen Jungen Eljuscha, der während des Krieges aus seinem ukrainischen Heimatort Kostopol nach Kasachstan evakuiert wird. Sein Vater kommt offenbar im Krieg ums Leben, der Rest der Familie reist über Deutschland nach Israel aus, wo die Mutter mit ihren hohen Schuhen unangenehm im Kibbuz auffällt. leichtfüßigen und ironisch findet Rubner Orlevs Erzählweise und empfiehlt dieses Buch nachdrücklich.
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