Das Buch zeichnet in Wort und Bild ein Porträt der venezianischen Malerin Rosalba Carriera, die ihrerseits im 18. Jahrhundert die Großen ihrer Zeit porträtierte. Der Textteil beruht vor allem auf Briefen und Tagebuchnotizen. Die vorzüglich reproduzierten Abbildungen zeigen vier ihrer Selbstbildnisse in verschiedenen Lebensaltern und eine Auswahl solcher Werke, die wichtige Marksteine ihres Schaffens und ihres Lebens sind: die Aufnahmestücke für die Akademien von Rom und Paris, Bildnisse von Königen und Fürstinnen, aber auch des Malerkollegen Antoine Watteau, der Sängerin Faustina Bordoni und des Opernlibrettisten Metastasio.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.04.2007
Manfred Schwarz begrüßt Ursula Mehlers Buch über Rosalba Carriera (1673-1757) zum 250. Todestag der Malerin, auch wenn es einige Schwächen aufweist. Höchste Zeit schien es ihm, dass an die Bedeutung dieser Künstlerin erinnert wird, die als berühmteste des Rokoko galt, in den nachfolgenden Jahrhunderten aber meist mit Geringschätzung betrachtet wurde. Dabei stehen für Schwarz die "virtuose Inszenierungskunst" sowie die kulturgeschichtliche Bedeutung ihrer Werke außer Frage. Mehlers Arbeit lobt er als eine erste, erhellende und fachkundige Orientierung über Leben und Werk der Künstlerin. Allerdings hält Schwarz der Autorin vor, weder die "künstlerischen Qualitäten" noch die "kulturhistorischen Dimensionen" von Carrieras Schaffen angemessen zu bestimmen. Zudem beklagt er, dass in dem Buch nur zwei Dutzend ihrer Arbeiten abgebildet werden.
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