Der Grindel war bis 1933 Zentrum des jüdischen Lebens in Hamburg. Eine verschwundene Welt erzählt von den Menschen, der Kultur und dem Leben in diesem Stadtteil Hamburgs. Bislang unbekannte Biographien und Erinnerungen an das "Zuhause am Grindel" bereichern die facettenreiche Darstellung des privaten wie religiösen, des schulischen, kulturellen und sozialen Lebens vor der Vertreibung und Ermordung der Juden durch die Nationalsozialisten. / Mit Grußworten von Paul Spiegel und Ole von Beust sowie Beiträgen von Elisabeth Atkinson, Ulrich Bauche, Paul M.Cohn, Lucille Eichengreen, Erika Hirsch, Barbara Müller-Wesemann, Johanna Jutta Neumann, Beatrix Piezonka, Christiane Pritzlaff, Betty Batja Rabin-Emanuel, Ursula Randt, Jürgen Sielemann, Ursula Wamser, Wilfried Weinke.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 14.02.2007
Rezensent Frank Scheerer lobt, was die Herausgeber Ursula Wamser und Wilfried Weinke zum jüdischen Leben in Hamburg zusammengetragen haben. Das wiederum pärsentieren sie übersichtlich und zugänglich, "ganz ohne Schnöseligkeit" und nicht zu akademisch. Das Ergebnis ist seiner Meinung nach ein "nachlesbares Oral-History-Projekt". Dieses Buch - ein "nobles Remake" eines längst vergriffenen Titels zum Thema - ist nach Meinung des Rezensenten insbesondere deshalb vonnöten, weil die Stadt Hamburg ihre jüdische Geschichte bislang nur unzureichend aufgearbeitet hat. In der Natur der Sache eines solch komplexen Projektes liegt, dass es keine "lückenlose Darstellung" liefern kann. Insofern findet der Rezensent auch nicht störend, dass die "Arbeit im Grunde nicht abgeschlossen" ist.
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