Uwe Tellkamps erster Roman, der zuerst 2000 erschienen ist. Ein Sommer in der Dresdner Neustadt. In den sonnendurchfluteten Straßen und im idyllischen Portugiesischen Cafe trifft sich eine kleine Gruppe junger Künstler. Sophie und Florian, die sich lieben, aber ihre Liebe nicht auszusprechen wagen, die blinde Nora, Martin, der Maler, und die Musiker von Tango Verde: Sie alle sind Kinder des Lichts, die in einem Strom von Geschichten aufsteigen, sich leise verwandeln und wieder gehen, so als sei die Erde ganz schwerelos.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.08.2009
Dieser Roman, sein Erstling, ist Uwe Tellkamp, der mit einem "Turm"-Bau zu Ruhm und Auflage kam, heute peinlich. Das kann Thomas Steinfeld einerseits zwar ein bisschen verstehen, denn im engeren Sinne geglückt findet er diese weltfremde und kitschtrunkene Liebesgeschichte dann auch wieder nicht. Aber: Erkennen lasse sich hier schon, was Tellkamp später zu dem Großen gemacht hat, für den Steinfeld ihn unmissverständlich hält. Der Wille nämlich zum Pathos ist es, der zwar die eine oder andere Metapher verrutschen lässt, aber doch für Steinfeld ebenso wie die gewöhnungsbedürftige Grammatik des Meisters verteidigenswert ist. Und zwar gegen die nicht genannten Miesmacher, die der Ansprüche des selbsterklärten "Dom-Baumeisters" nur spotten und der Literatur insgesamt nichts Hochhinauswollendes mehr zutrauen. (Namen nennt Steinfeld nicht, aber sicher ist vor allem FAS-Literaturchef Volker Weidermann gemeint, der sich unergriffen über Tellkamp äußerte.)
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