Das Kunstschaffen in der Schweiz des 19. Jahrhunderts war von einem vielfältigen und intensiven Austausch mit dem Ausland geprägt. Die häufig übersehenen Grenzüberschreitungen nimmt dieses Buch zum Anlass, eine neue Konzeption der Schweizer Kunst zu entwickeln. In deren Lichte stellt die Verfasserin exemplarisch an dem Schweizer David-Schüler Hans Jakob Oeri die Zusammenhänge zwischen Kunst, Staatspolitik, Künstlermobilität und Kunstrezeption dar. Sie erschließt zudem erstmals die anderthalb Jahrhunderte umspannende Ideengeschichte der Schweizerischen Kunstakademie. Gestützt auf eingehende Quellenstudien, wirft der Band so ein neues Licht auf die Entwicklung des Schweizer Kunstschaffens.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.08.2018
Hans Christoph von Tavel liest Valentine von Fellenbergs Doktorarbeit über Werk und Werdegang des schweizerischen Künstlers Hans Jakob Oeri mit Interesse. Für ihn legt die Autorin damit eine so umfangreiche wie reich bebilderte künftige Pflichtlektüre der Forschung vor. Indem sie Oeris Abkehr von der "nationalen Alpenmalerei" nachvollzieht und Oeri anhand von kulturhistorischem Material, Bildern und Zeichnungen dennoch als Exempel eines schweizerischen Künstlers des 19. Jahrhunderts fassbar macht, vermittelt sie laut Rezensent einen neuen und komplexen Eindruck vom Werk Oeris jenseits aller Klischees vom Schweizerischen in der Kunst, erklärt der Rezensent.
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