Übersetzt, erläutert und herausgegeben von Michael Albrecht (Bucolica) und Otto Schönberger (Georgica). Mit einem Nachwort von Michael Albrecht. "Landlust" kannte auch schon die Antike, und Rom war Großstadt genug, um gerade auch bei seinen kultivierten Bewohnern die Sehnsucht nach einer einfachen und naturnahen Daseinsform zu wecken. Vergil hat das Landleben in zwei ganz unterschiedlichen Werken zu seinem Thema gemacht, die in dieser Ausgabe zusammengefasst sind. In seinen zehn Hirtengedichten ("Bucolica") besingt er die rustikalen Reize einer arkadischen Welt oder behandelt grundsätzliche Fragen in pastoralem Kontext. Mit den "Georgica" dagegen legt er ein durch und durch poetisch gestaltetes Lehrbuch vor, das in wohlklingenden Versen detailreiche Anweisungen für Ackerbau und Viehzucht liefert. Den "Bucolica" ist ein interpretierender Kommentar beigegeben, der das tiefere Verständnis dieser Dichtung auch über die Projektionsfläche des ländlichen Idylls hinaus ermöglicht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.09.2013
Erfreut zeigt sich Rezensent Albert von Schirnding von dieser Neuausgabe von Vergils "Bucolica" und den "Georgica". Die schöne Aufmachung des Bandes und seine hohe inhaltliche Qualität haben ihn ebenso überzeugt wie Michael von Albrechts Plädoyer für die Prosawiedergabe des Originals. Im Vergleich zu Johannes Göttes alter, sehr lyrisch gehaltener Übersetzung scheinen ihm die Prosaübertragungen Michael von Albrechts (Bucolica) und Otto Schönbergers (Georgica) dann auch deutlich nüchterner und angemessener. Eindrucksvoll findet er nicht zuletzt den Anhang, der mit einer erstaunlichen Fülle von Erklärungen, Zusammenfassungen und Literaturhinweisen punkten kann. Sein Fazit: für Freunde der antiken Literatur unbedingt empfehlenswert.
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