Der Erste Weltkrieg gilt als die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts". Er zerstörte die alte Ordnung Europas und prägte durch seine Nachwirkungen die ideologischen und politischen Konflikte bis zum Ende des Kalten Krieges. Der Autor schildert die Ursprünge und den Verlauf des Krieges, die Rolle der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Eliten sowie die Kriegserfahrung der Soldaten. Sein Buch ist eine Einführung auf dem neuesten Forschungsstand.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.05.2004
Gerd Krumeich bespricht vier neue Bücher über den Ersten Weltkrieg und lobt sie, jedes für sich und "auf seine eigene Weise", als nützliche Orientierung über ein komplexes Gebiet. Die knappe Darstellung des Ersten Weltkriegs von Volker Berghahn preist der entzückte Rezensent als "kleines Kunstwerk" und nur das Kapitel über "Strategie, Diplomatie, Wirtschaftsinteresse und Kriegsziele" scheint ihm, gemessen an den anderen Abschnitten, zu lang geraten. Sowohl die Schilderung der Julikrise von 1914, die sich, wie der Rezensent lobend hervorhebt, nicht nur auf Deutschland beschränkt, wie auch die Darstellung der "Heimatfront", die die Lage der Frauen analysiert, findet Krumeich "wirklich ungewöhnlich gut gelungen". Weniger überzeugend dagegen sieht er die Militärgeschichte durch den Autor referiert und in diesem Zusammenhang ärgert er sich ein bisschen über "schlecht gemachte und überflüssige Karten". Auch die Ausführungen über den "Sozialimperialismus" erscheinen dem Rezensenten ziemlich verstaubt und die "Steuerpolitik" während des Krieges ist für seinen Geschmack allzu breit ausgeführt. Die These Berghahns, dass der Krieg seit 1915 zunehmend brutalisiert wurde, findet Krumeich dagegen sehr anregend und trotz der angebrachten Kritikpunkte schätzt er das Buch als "kluge Einführung" in ein komplexes Thema.
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