Volker Rülke (Hg.), Martin Zenck (Hg.)

Kontroverse Wege der Moderne

Der exilierte Komponist und Pianist Eduard Steuermann in seinen Briefen. Korrespondenz mit Arnold Schönberg, Theodor W. Adorno und René Leibowitz
Cover: Kontroverse Wege der Moderne
Edition Text und Kritik, Frankfurt am Main 2022
ISBN 9783967071849
Gebunden, 730 Seiten, 75,00 EUR

Klappentext

Mit Abbildungen und einer Audio-CD. Eduard Steuermann (1892-1964) setzte nicht nur als Pianist Maßstäbe für die Interpretation der Schönberg-Schule, sondern fand als Komponist zu einem eigenen Ton innerhalb der Moderne. In seiner umfangreichen Korrespondenz mit Arnold Schönberg, Theodor W. Adorno und René Leibowitz wird eine faszinierende Musikerpersönlichkeit lebendig und zudem auf einzigartige Weise an ein exemplarisches Emigrantenschicksal erinnert.Der Band enthält sämtliche 274 erhaltenen Briefe dieser Korrespondenzen aus der Zeit von 1912 bis 1964 in eingehender Kommentierung sowie einführende Essays zu den drei Briefkorpora. Systematisch erschlossen wird die Korrespondenz in einer ausführlichen Grundlegung, in der in sechs Kapiteln wesentliche Aspekte von Steuermanns kompositorischem Schaffen, seinem Leben und seiner Kunst des Klavierspiels dargestellt werden.Auf der beiliegenden CD sind, teils in Welterstaufnahmen, die bedeutenden Klavierwerke Steuermanns zu hören, gespielt vom Pianisten J. Marc Reichow.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2022

Wolfgang Matz, einst Lektor des Hanser-Verlags, liefert hier eine kenntnisreiche und begeisterte Rezension dieser großen Briefedition, die, wie er beteuert, dem Komponisten, Schönberg-Schüler und Adorno-Lehrer Eduard Steuermann endlich das fällige Denkmal setzt. Allein die 200-seitige Einleitung zu Steuermann sei ein veritables Buch. In den drei Briefwechseln werde diese Figur dann von drei sehr spezifischen, jeweils interessanten Standpunkten her beleuchtet. Hinzukommt der große Apparat des Buchs, der den Kontext ungeheuer detailreich aufschlüssele. Ein "unterbelichteter Teil der Musikgeschichte" werde hier endlich angemessen gewürdigt und befreit aus der Orthodoxie der Geschichtsschreibung über "Neue Musik", so der Rezensent.
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