Mit Beiträgen von Hugo Dittberner, Michael Hamburger, Rüdiger Görner, Hannes Veraguth, Heiner Boehncke, Markus R. Weber, Sven Meyer, Christian Schulte, Ruth Klüger und Sigrid Löffler und einer Bibliografie.
Oliver Pfohlmann entdeckt in der aktuellen Ausgabe von "text + kritik", die sich mit dem Autor W.G. Sebald beschäftigt, interessante Unterschiede zwischen der deutschen und der britischen Rezeption des Autors, der vor anderthalb Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Während die Deutschen kein Quentchen Ironie bei Sebald entdecken können, schätzen die Briten ihn gerade deshalb und rezipieren ihn insgesamt sowieso "weniger weihevoll". Pfohlmann erklärt das mit einem unterschiedlichen Verhältnis zur eigenen Vergangenheit, doch eine weitere Vertiefung dieser spannenden Frage sucht er bei in den Beiträgen des Zeitschriftenband vergeblich. "Eher brav resümiert Christian Schulte Sebalds Thesen zu den Verdrängungen in der deutschen Nachkriegsliteratur und den aus ihr abzuleitenden ästhetisch-ethischen Konsequenzen." Trotz dieser kleinen Einschränkungen findet der Rezensent die Ausgabe gelungen. Es finden sich "kluge Beiträge" und "wertvolle Anknüpfungspunkte für die Suche nach jenen seltsamen Koinzidenzen, von denen Sebalds Werke berichten", so Pfohlmanns wohlwollendes Fazit.
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